
Am Ende seines Sommeraufenthaltes…
August 3, 2008Am Ende seines Sommeraufenthaltes machte Kyosan einen Besuch bei Yisan, welcher sagte: “Ich habe dich den ganzen Sommer diesen Weg nicht daher kommen sehen; was hast du dort drunten getan?”
Kyosan erwiderte: “Ich habe dort unten ein Stück Acker bestellt und zuletzt Hirse gesät.”
Yisan sagte: “Dann hast du deine Sommerzeit nicht verschwendet.”
Nun war es an Kyosan, Yisan zu befragen, was er während des letzten Sommers getan habe, und er fragte: “Wie hast du deinen Sommer verbracht?”
“Eine Mahlzeit am Tag und ein guter Schlaf in der Nacht.”
Dies veranlaßte Kyosan zu der Antwort:”Dann hast du deinen Sommer nicht verschwendet.”

Menschen werden …
Juli 10, 2008Menschen werden
mit Augen Geboren
die gerade schauen.
Im späteren Leben eignen
sie sich Augen an,
die schief blicken.
Irgendwann verlieren sie
diesen Blick wieder.
Wo es so ist, ist der,
der den schiefen Blick
schneller verliert, Sieger.
Aber das ist schwer in
dieser Welt.
- Inoue Takehiko

The Limits of …
Juni 29, 2008“The Limits of the Human Body are yet to be discoverd
Go out and start Training
Now”
- http://www.youtube.com/watch?v=oNPtQVskJ1c

“All die berühmten”… (Kodo Sawaki)
Juni 5, 2008“All die berühmten Sutras: Ohne Praxis sind es bloß große Lügen. Du willst Kuchen essen? Selbst wenn du mit lauter Stimme “Kuchen” rufst, wird deshalb noch keiner vom Himmel fallen. Unsere Worte und Begriffe unterscheiden sich von der Realität. Im Zen geht es um diese Realität – nicht darum, über sie nachzudenken, sondern darum, sie in den Griff zu bekommen, um sie dann frei auszudrücken.”

Wenn ich… (Bertrand Russel)
April 27, 2008Wenn ich mit intellektuellen Freunden spreche, festigt sich in mir die Überzeugung, vollkommenes Glück sei ein unerreichbarer Wunschtraum. Spreche ich dagegen mit meinem Gärtner, bin ich vom Gegenteil überzeugt.
- Bertrand Russel

Bokuden Tsukahara
April 12, 2008Bokuden Tsukahara (1490 – 1572), war ein großer Fechtmeister und als er alt war, rief er seine drei Söhne zu sich, um zu prüfen, welcher von ihnen seine Nachfolge antreten sollte und legte einen Gegenstand über die Eingangstür zu seinem Raum so, dass er bei Berührung der Tür herunterfallen musste.
Der älteste Sohn näherte sich der Tür, griff nach oben, nahm den Gegenstand herunter und stellte ihn an seinen Platz.
Der zweite Sohn öffnete die Tür, sah den Gegenstand fallen, fing ihn auf und stellte ihn ebenfalls an seinen Platz.
Der jüngste Sohn eilte zur Tür herein, der Gegenstand fiel und rasch zog er sein Schwert und spaltete ihn, noch ehe der Gegenstand zu Boden gefallen war.
Als er selbstgefällig lächelte, sprach der Vater jedoch:
„Du bist sehr jung für die Kunst des Budo und musst noch viel lernen. Deine Haltung ist dir wichtiger als die Technik. Arbeite weiter an dir, bist du verstanden hast, worum es geht“.
Zu seinem zweiten Sohn sagte Bokuden:
„Du musst noch weiter üben, bis du einen Geist entwickelst, der dich und andere bewahren kann.“
Zum ältesten Sohn aber sagte Bokuden:
„Nun kann ich zufrieden sein. Wenigstens einer meiner Söhne hat bereits beachtliche Fortschritte zu dem Verständnis gemacht, was im Budo von Bedeutung ist.

Die Vorstellung … (Joseph Weizenbaum)
April 12, 2008Die Vorstellung, Intelligenz könne entlang einer simplen Linearskala quantitativ erfasst werden, hat unserer Gesellschaft vor allem auf dem Gebiet des Erziehungswesens unsäglichen Schmerz zugefügt.
- Joseph Weizenbaum

Man will nicht nur … (charles louis)
April 10, 2008“Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.”
~ Charles-Louis de Secondat Montesquieu